Mittwoch, 22. August 2012

Veganes Mett/Vegan Ground Pork

I thought it might not be the worst idea to try and make this blog somewhat bilingual, especially as I'll be going to California soon and therefore probably won't be able to write or speak proper German anymore. However, as I started this Blog in Berlin, I'll try and always give a German translation also.
I'll start off with a very simple recipe for vegan ground pork!

What you'll need:
6 rice cakes
3 Ts tomato paste
3 Ts olive oil
1 onion
2-3 pieces of garlic
seasoning salt
black pepper
some water

Preparation:
You'll need a big bowl to mix all the ingeredients in.
Crush the rice cakes in very small pieces (don't forget to wash your hands before starting the process! As there's no sugar in this recipe, it spoils quiet fast unless you work very cleanly) and mix with a little water until they get a mushy, ground pork-like consistency. Cut the onion and garlic into very small pieces (esp. the garlic!) and add those together with the tomate paste and oil to the mushy rice cakes. Now simply knead the whole thing with your fingers or use a fork to mix it very thouroughly and add black pepper and seasoning salt as desired. You may also add some olive pieces tothe whole. Sometimes I use soy milk instead of water. Voilà, there's the most-meat-like substitute product I've ever tasted!




Deutsch:

Zutaten:
6 Reiswaffeln
3 EL Tomatenmark
3 EL Olivenöl
1 Zwiebel
2-3 Stücke Knoblauch
Gewürzsalz
Schwarzer Pfeffer
etwas Wasser

Zubereitung:
Zerkleinert die Reiswaffeln in eine große Schüssel (vergesst vorher nicht, die Hände zu waschen - das Mett wird schnell schlecht, da ja auch kein Zucker o.ä. drinne ist, wenn man nicht sauber arbeitet). Gebt Wasser dazu, bis das Ganze eine Mett-ähnliche Matschigkeit erreicht. Schneidet Zwiebel und Knoblauch in kleine Stücke und gebt diese, gemeinsam mit Olivenöl und Tomatenmark, zu den Reiswaffeln. Nun gut mit den Händen oder auch einer Gabel mischen und je nach Bedarf Salz und Pfeffer dazugeben. Man kann das Ganze auch noch mit etwas Olivenstückchen verfeinern. Außerdem nutze ich statt dem Wasser gern Sojamilch. Fertig ist das mett-ähnlichste Ersatzprodukt was ich je kosten durfte! (:

Dienstag, 21. August 2012

Veganes Linsenchilli

...das auch gestandene fleischfressende Männer sättigt!

Habe leider kein Photo. Sah im Endstadium aber eh nicht so schön aus. Linsenmatsch eben. Nächstes mal probiere ich es ästhetischer anzurichten und reiche dann ein Photo nach!

Rezept für 4-5 Portionen. Zubereitungszeit ca. 1h.

Zutaten:
300g Berglinsen
100g Sojageschnetzeltes
1 große Zwiebel
1 Karotte
1 Paprika (rot oder gelb)
1/2 Aubergine
500 ml Gemüsesaft
Gemüsebrühe
vegane Sauce Bolognese (Pulver, z.B. von Gefro - alternativ Tomatenmark)
Gewürze: scharfes Paprtikapulver, schwarzer Pfeffer, Chili, Petersilie


Zubereitung:
Die 300g Berglinsen in ca. 750ml Wasser oder leichter Gemüsebrühe aufkochen und mind. eine halbe Stunde köcheln lassen (evtl. ab und an Wasser nachfüllen, damit sie nicht anbrennen). 100g Sojageschnetzeltes in 300g Gemüsebrühe aufkochen und ebenfalls eine halbe Stunde köcheln lassen. Währenddessen Zwiebeln, Karotte, Paprika und Aubergine in kleine Würfelchen schneiden. Zwiebeln und Karotten anbraten.
Nach der halben Stunde Köchelzeit Linsen und Sojahack mit den Zwiebeln und Karotten in einen großen Topf geben, mit Gemüsesaft auffüllen und die übrigen Zutaten hinzugeben. Bei Bedarf zusätzlich mit Gemüsebrühe auffüllen und nochmals eine halbe Stunde kochen lassen.

Mit einem warmen Ciabatta frisch aus dem Backofen isst es sich besonders gut!

Montag, 20. August 2012

Unterschätzte Städte Teil I: Dessau

DESSAU!!!!!!!!!!!!!!!!
Dessau ist einfach großartig.
Das sachsen-anhaltinische Wetter gewinnt klar über das norddeutsche; gleichzeitig ist die Hitze nicht so erstickend wie in Berlin.
Dessau bietet tonnenweise Kultur. Wirft man einen Blick in die Lokalzeitung, kann man sich kaum entscheiden, wie man den Tag verbringen will: Konzerte, Theater, Museen, Gärten, Parks, ...
Und selbst die Plattenbauten versprühen einen unheimlichen Charme!! (Zumindest, solange man nicht dort aufgewachsen und ihrer längst überdrüssig geworden ist, versteht sich.)

Wir entschieden uns während unserer letzten Dessau-Wochenendes für:

Freitag.

Morgens:
Die stillvollste Schwimmhalle des uns bekannten Lichtsystems. Die Stadtschwimmhalle im Jugendstil! Völlig neu restauriert, renoviert, und dazu auch noch recht leer, das an einem Samstagmorgen! Einziges Manko ist das recht kleine Becken; dafür gibt es aber allerlei blubbernde Fontänen im Wasser und zusätzlich noch einen großen schönen Whirlpool, alles in herrlichen Farben gehalten und mit schönen Mosaiken verziert.

Mittags:
Das Museum für Stadtgeschichte. Ein sichtlich über den Besuch und unser Interesse erfreuter Angestellter (eigentlich einer Sicherheitsfirma und kein Museumsmensch) gewährte uns Zugang in die Gemächer des alten Schlosses, in dessen Kellergewölben sich das Museum bis hoch in den 2. Stock erstreckt, und wusste viel zu sagen. Zwei Stunden waren hier viel zu knapp bemessen, und wir kommen gerne wieder, um uns weiter die ausführlichen Erläuterungen der höflichen Dessauer anzuhören (wirklich!).

Nachmittags:
Georgengarten. Ein bischen Spazierengehen, Urwaldähnliche Tümpel entdecken, eine fantastische Kartoffelsuppe mit Pfifferlingen genießen. (Die sogar sehr gut abgewachen waren. Vllt. hatte das Restaurant den Pfifferling-Abwasch-Trick befolgt: Die Pilze zuerst grob mit Tuch und/oder Pinsel reinigen, unschöne Stücke abschneiden, dann mit Mehl bestäuben und ins Wasserbad schmeißen. Dabei löst sich das Mehl von den Pilzen und nimmt den Schmutz gleich mit!)

Abends: 
Edgar Allen Poe-Hörspiel auf der Wallwitzburg
Die Wallwitzburg ist eigentlich mehr ein Turm. Dieser Turm wird von einer Gruppe fleißiger Jugendlicher gerade restauriert, und Geld hierfür sammeln sie mit Aktionen wie den Hörspielnächten. Liebevoll gestaltet erklimmt man einen mit Teelichten beleuchteten Pfad zum Turm (nachdem man sich durch dunkelsten Wald gekämpft hat, in dem sicher noch die Ahnen der Dessauer ihr Unwesen treiben), von dem aus man eine fantastische Aussicht auf das umliegende Land hat. Der Himmel hatte sich von verdunkelt, Dunst stieg aus den Feldern...Vor Beginn der Vorstellung lief Musik der Dessauer Band Dornröschen, so Mittelalterkrams.
Leider bestand die Vorstellung tatsächlich nur aus dem Abspielen des "Berenice"-Hörspiels, während dem wir, auf wackelnende Bierbänken kauernd, in den Turm hinein starrten. Machte aber nichts, war trotzdem ganz schön gruselig.



Dienstag, 17. Juli 2012

Erbeer-Banane-Shake!

Das Wetter draußen bekomme ich eh nur am Rande mit, muss ich doch eigentlich seit vorgestern meine Hausarbeit abgegeben haben...Stattdessen betrinke ich mich mit einem Erdbeer-Banane-Sojamilchshake, mit ein wenig Honig gesüßt. Macht sehr abhängig.

Montag, 9. Juli 2012

"Roman Polanski: A Film Memoir"




Endlich gibt es eine Fimlbibliographie über Polanski, die ihm auch gerecht wird!
Dies rührt vermutlich zu einem Großteil daher, dass er sich und sein Leben selbst erklärt.
In einem Gespräch mit seinem engen Freund Andrew Braunsberg, seinerseits Produzent, den er schon in den 1960er Jahren in London kennenlernte, erinnert sich Polanski ebenso an seine Jugend in Frankreich und Polen, das Grauen im Ghetto, wie auch die Tate-Morde, seine Flucht aus den USA, und erzählt von seinem jetzigen Familienglück, wobei das Interview ohne jede Sensationslust nicht bei den ohnehin übermäßig ausgeschlachteten Themen hängenbleibt, sondern stattdessen die faszinierende Entwicklung des Genies von einem weder im Nazi-Besetztzen, noch im sozialistischen Polen geduldeten Junge zu einem der wichtigsten Regisseure unserer Zeit nachvollzieht. Dabei legt Polanski einen Optimismus zutage, der so erstaunlich wie inspirierend ist, und am Ende wundert er sich ob all der Tragik und all der Schönheit in seinem Leben, ob nicht doch das Schicksal seine Hand im Spiel hatte. Trotz all des Leids und all der Ungerechtigkeiten, die er erfahren musste, hat sich Polanksi niemals demütig in die Opferrolle gefügt, noch hat es ihn vergrähmt. Stattdessen ist er voll Dankbarkeit für all das Schöne in seinem Leben und genießt dies umso mehr -- von diesem Mann können wir noch so einiges lernen. Außerdem kann der Herr Emotionen zeigen, was ich ihm hoch anrechne.



Der einzige Haken an der Sache ist, dass der Film erst am 23. August in die deutschen Kinos kommt. Dabei würde ich am liebsten direkt in die nächste Vorstellung rennen! (Auch wenn ich dann wieder weinen muss.)

Sonntag, 8. Juli 2012

"Was halten Sie davon?"

Letzte Woche hing ich zähneputzend überm Waschbecken, als man mir mein Telefon in die Hand drückte. Neugierig, wieso mich eine mir unbekannte Hamburger Nummer nach Berlin verfolgte, hob ich nichtsahnend den Hörer ab (ich habe tatsächlich einen Höhrer für meinen Handapparat!) und sah mich mit Fragen konfrontiert, die für meine Verfassung und die frühe Tagsezeit einfach zu anspruchsvoll waren.
Meine vergangenen Tätigkeiten wurden mir zum Verhängnis: Was ich, so als Sprecherin der Grünen Jugend Reinbek, denn von den neuen Wegen der Drogenpolitik Schleswig Holsteins hielte? Der Erhähung der straffreien Menge Marihuanas von 6 auf 15 Gramm? Nachdem mich die Redakteurin des Hamburger Abendblatts erstmal über diese aktuelle Debatte aufgeklärt hatte, brachte ich einige unqualifizierte Antworten heraus, während ich vorm Spiegel sitzend Zahnpasta auf mein Hemd speichelte. Obwohl sich unser Gespräch eine halbe Stunde hinzog, schien es unfruchtbar gewesen zu sein, oder ich wurde falsch verstanden, jedenfalls kam aus all den schönen Dingen, die man mir aus der Nase zog, nur ein druckreifer Satz heraus, den man übrigens hier bewundern  kann. (Letztlich denke ich, dass ich durchaus noch sinnvollere Sachen gesagt habe, aber vielleicht machte ich keinen ganz zurechnungsfähigen Eindruck.) Wie auch immer, dieses Erlebnis rüttelte mich dahingehend auf, dass einige verirrte Menschen mir scheinbar eine gewisse Verantwortung und Mitteilungsbereitschaft zurechnen, der ich vielleicht in nächster Zeit versuchen sollte, stärker gerecht zu werden. Das einzige was mir dazu fehlt, ist Zeit...

Freitag, 6. Juli 2012

Backstage bei Kaviar Gauche


Ich war ja schon letztes Jahr auf der Berlin Fashion Week, damals aber als unterbezahlte Messehostess. Bis 3 Uhr früh habe ich den Catwalk von Glassplittern und Büffetresten befreit, mir die Finger aufgeschnitten und den Rücken krumm gebückt, wäre außerdem fast verhungert und hatte am Ende eine Woche lang Muskelkater vom Geschirrschleppen.
Im Vergleich dazu übersprang ich einige Schritte auf der Karriereleiter und war diesmal gleich als stern.de-Abgeordnete vor Ort. (Auch wenn dieser Aufstieg zeitlich sehr begrenzt ist, bin ich doch nur Praktikantin - nächstes Jahr werde ich wohlmöglich wieder Gläser schrubben müssen, oder ich lasse mich wie die fleißigen Backstage-Helferlein ausbeuten: "Mercedes Benz bezahlt uns für unsere Arbeit nichts, schließlich wollen so viele auf der Fashion Week arbeiten, dass sie die Bewerbungen irgendwie eingrenzen müssen!" Ehrenamtlich arbeiten kann man auch sinnvoller...)
Dabei kam jedenfalls letztendlich dieser Artikel heraus. Das ist natürlich die abgespeckte, zensierte, redigierte Version mit nur einem Photo...Deswegen gibt es hier ein paar kleine Extrabilderchen:
Aleksandra Marczyk & die wunderschöne Teng Teng
Eine gute Haarfarbwahl der Designerinnen...
Das rehearsal mutet eher an wie ein Theaterstück
Das Prunkstück der Kollektion <3